Produktionshelfer in der Automobilindustrie: Fahrzeugbau und -instandhaltung

Produktionshelfer Automobilindustrie

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Produktionshelfer kommen in ganz unterschiedlichen Branchen zum Einsatz, zum Beispiel in der Automobilbranche, genauer im Bau und der Instandhaltung von Fahrzeugen. Dabei üben sie zunächst wie der Name schon sagt helfende Tätigkeiten aus, sowohl bei der Herstellung, als auch bei der Reinigung, dem Transport und der Lagerung von Gütern und Maschinen. Später können Produktionshelfer auch direkt bei der Produktion beteiligt sein und diese kontrollieren oder selbstständig an der Maschine durchführen. In der Produktionshilfe gibt es verschiedene Anforderungen und Arbeitsbedingungen, die hier näher aufgeführt sind.

Anforderungen an Produktionshelfer

Sie interessieren sich für den Beruf des Produktionshelfers? Folgende Fähigkeiten könnten in der Produktionshilfe von Ihnen erwartet werden:

– Verantwortungsbewusstsein
– Geschicklichkeit
– Technisches Verständnis
– Schnelligkeit
– Flexibilität

Wenn Sie diese Fähigkeiten besitzen, könnten Sie gut in der Produktionshilfe arbeiten. Einen Schulabschluss brauchen Sie dabei nicht unbedingt, in manchen Betrieben werden jedoch die mittlere Reife oder ein Hauptschulabschluss, sowie der Führerschein verlangt. Als Produktionshelfer in der Automobilindustrie kann ein gewisses Interesse für diesen Bereich nicht schaden. Sie kommen in dieser Branche vor allem bei der Reparatur von Autos oder Motorrädern, bei der Herstellung von Einzelteilen oder der Instandhaltung von Fahrzeugen zum Einsatz. Auch in Autohäusern, an Tankstellen oder in Flughafenbetrieben werden Produktionshelfer eingesetzt. Oft werden als Fähigkeiten Geschicklichkeit und technisches Verständnis vorausgesetzt, da Sie häufig am Fließband mit technischen Einzelteilen oder an Maschinen arbeiten werden. Auch schnelles und flexibles Arbeiten sind hier von Vorteil, da der Arbeitsalltag eines Produktionshelfers schnell hektisch werden kann.

Arbeitsbedingungen in der Produktionshilfe

Auch mit den Arbeitsbedingungen als Produktionshelfer sollten Sie sich vor Ihrer Bewerbung vertraut machen. In der Produktionshilfe arbeiten Sie meistens in größeren Lagerhallen und sind dort Lärm und Schmutz, sowie unter Umständen unangenehmen Gerüchen ausgesetzt. Natürlich erhalten Sie von Ihrem Arbeitgeber entsprechende Schutzkleidung und Gehörschutz*. Trotzdem kann es sein, dass Sie mehrere Stunden bei Maschinenlärm arbeiten müssen. Stellen Sie sich außerdem auf schnelles und flexibles Arbeiten ein. Das heißt, es kann sein, dass Sie teilweise auch am Wochenende oder nachts arbeiten müssen. Klassische Arbeitszeiten sind in der Produktionshilfe selten. Wenn Transport und Lagerung zu Ihrem Aufgabenbereich gehören, kann es außerdem sein, dass Sie regelmäßig schwere Gegenstände heben und tragen müssen. Auf Dauer kann sich dies in Rückenschmerzen bemerkbar machen.

Je nach Verantwortungsbereich müssen Sie sich in der Produktionshilfe genau an die Sicherheitsvorschriften halten um Unfälle oder eine mangelhafte Produktion zu vermeiden. Dies kann sehr genaues und verantwortungsbewusstes Arbeiten erfordern. Wenn Sie sich den Anforderungen und Arbeitsbedingungen in der Produktionshilfe gewachsen fühlen, können Sie sich direkt auf eine Stelle als Produktionshelfer bewerben. Eine langjährige Ausbildung ist zur Ausübung dieses Berufs nicht nötig – alles, was Sie wissen müssen, lernen Sie im Normalfall direkt im Betrieb. Hier stehen Ihnen je nach Arbeitgeber außerdem oft unterschiedliche Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung, sodass Sie mit der Zeit befördert werden können und selbstständigere und anspruchsvollere Aufgabenbereiche erhalten. So können Sie bis zur Produktionsleitung befördert werden, bei der Sie selbstständig die Produktion überwachen und unter Umständen für andere Produktionshelfer verantwortlich sind.

Verdienstmöglichkeiten als Produktionshelfer

Je nach Bundesland und Branche haben Sie als Produktionshelfer unterschiedliche Verdienstmöglichkeiten. In ihrem ersten Ausbildungsjahr verdienen Sie um die 800 Euro monatlich, die schon im zweiten Ausbildungsjahr aufgestockt werden können. Der durchschnittliche Verdienst als ausgebildeter Produktionshelfer liegt bei 2000 Euro Brutto monatlich. Dies kann jedoch je nach Bundesland, Branche und Betrieb stark variieren. Je länger Sie in einer Firma beschäftigt sind und je mehr Weiterbildungen Sie machen, desto besser können Sie auch verdienen. Je nach Betrieb gehören diese Weiterbildungen oft zur Ausbildung und werden Ihnen finanziert. Mit ausreichend Erfahrung können Sie bis zur Produktionsleitung aufsteigen und etwa 5000 Euro Brutto monatlich verdienen. Mit Glück finden Sie einen Betrieb, der Sie nach Ihrer Ausbildung übernehmen und in dem Sie mehrere Jahre Erfahrung sammeln können.

So werden Sie Produktionshelfer

Um Produktionskraft in der Automobilindustrie zu werden, können Sie sich direkt auf passende Stellenanzeigen bewerben. Diese finden Sie im Internet, bei der Bundesagentur für Arbeit oder in Zeitungen. Oft können Sie sich auch initiativ oder über die Homepage des jeweiligen Betriebs bewerben. In der Automobilbranche stehen Ihnen viele verschiedene Bereiche zur Verfügung. Sie können sich bei Autohäusern, Fahrzeugherstellern, Tankstellen, Flughafen- oder Schienenfahrzeugbetrieben bewerben. In jedem Betrieb in dem Fahrzeuge oder deren Einzelteile hergestellt oder gewartet werden, können Sie als Produktionshelfer unterkommen.